Krypto

Mehr Milliardäre wenden sich Krypto zu

Markus Koch

06.01.2022

Investoren, die früher gegen Kryptowährungen waren, wenden sich zunehmend Bitcoin (BTC) und seinen Brüdern zu, um sich gegen Inflationsängste bei Fiat-Währungen abzusichern.

Ein Beispiel dafür ist der in Ungarn geborene Milliardär Thomas Peterffy, der in einem Bloomberg-Bericht vom Samstag sagte, dass es klug wäre, 2 bis 3 % seines Portfolios in Kryptowährungen zu halten, nur für den Fall, dass Fiat “zur Hölle fährt”. Er ist Berichten zufolge 25 Milliarden Dollar schwer.

Peterffys Firma, Interactive Brokers Group Inc. kündigte an, dass sie ihren Kunden Mitte 2020 den Handel mit Kryptowährungen anbieten wird, nachdem die Nachfrage nach dieser Anlageklasse gestiegen ist. Das Unternehmen bietet derzeit Bitcoin, Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BCH) an, wird diese Auswahl aber noch in diesem Monat um weitere fünf bis zehn Coins erweitern.

Peterffy, der selbst eine ungenannte Menge an Kryptowährungen hält, sagte, dass es möglich sei, dass digitale Vermögenswerte “außergewöhnliche Renditen” erzielen könnten, auch wenn einige davon auf Null sinken könnten. “Ich denke, es kann auf Null gehen, und ich denke, es kann auf eine Million Dollar gehen”, fügte er hinzu, bevor er sagte: “Ich habe keine Ahnung.”

Der Gründer von Bridgewater Associates, Ray Dalio, ist ein weiterer bekannter Milliardär, der letztes Jahr enthüllte, dass sein Portfolio einige Bitcoin und Ether enthält. Diese Enthüllung kam nur ein paar Monate, nachdem er die Eigenschaften von Kryptowährungen als Wertaufbewahrungsmittel in Frage gestellt hatte.

Inzwischen hat er diese Haltung geändert und betrachtet Krypto-Investitionen als “alternatives Geld” in einer Welt, in der “Bargeld Müll ist” und die Inflation die Kaufkraft untergräbt.

Ende Dezember kommentierte Dalio, dass er beeindruckt sei, wie sich Kryptowährungen entwickelt haben, bevor er sagte: “Bargeld, das die meisten Investoren für die sicherste Anlage halten, ist meiner Meinung nach die schlechteste Anlage.”

Der milliardenschwere Hedgefondsmanager Paul Tudor Jones kaufte letztes Jahr ebenfalls Bitcoin und bezeichnete diesen Schritt als Absicherung gegen die Inflation.

Pandemie-bedingte Konjunkturpakete haben weltweit zu wirtschaftlichen Turbulenzen geführt, deren Auswirkungen noch Jahrzehnte andauern könnten. In den Vereinigten Staaten liegt die Inflation mit 6,8 % auf einem Vier-Jahres-Hoch. Dies hat zu einem sprunghaften Anstieg des Verbraucherpreisindexes geführt, da die Kosten für Güter des täglichen Bedarfs weiter steigen.

Die Milliardäre erkennen bereits die Gefahren von Fiat-Währungen und Zentralbankmanipulationen und wenden sich zunehmend Krypto-Anlagen zu. Im Jahr 2022 könnten noch mehr wohlhabende Investoren zu ihnen stoßen, wenn der Trend anhält.

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